Aktuelle Wetterdaten
Lufttemperatur: 7.5 (°C)
Windgeschw.:7.6 (km/h)
Windrichtung: S-W, 231.9 °
Globalstrahlung: 52.9 (W/m²)
Niederschlag: 0.0 (ltr/m²)
(Stand: 17.12.2018, 14:30 Uhr,
 S-Mitte, Schwabenzentrum)
Weitere Luft- u. Wetterdaten
Mehr zum Wetter in Stuttgart
Aktueller Sonnenstand
Webcams in Stuttgart
Vorhersage Region Stuttgart 
Vorhersage Europa 
Niederschlagsradar Baden-W. 
Weitere Links
Neues und Aktuelles
3. Fortschreibung des Luftrein- halteplans Stuttgart (Teilplan Landeshauptstadt Stuttgart)
Download LRP (Stand: Nov. 2018)
Grafiken (und Pdf-Dateien) zu den aktuellen Feinstaubwerten der LUBW-Station Am Neckartor
Grafiken PM10
Luft: Neue Pressemitteilungen
Sommertage und Heiße Tage in Stuttgart (Grafiken)
Stadtklimaviewer: Karten und Pläne mit detaillierten Themen- karten zu Klima, Luft und Lärm
Lärmkarten Stuttgart 2017
Lärmaktionsplan Stuttgart
Luftreinhalteplan Stuttgart
Infos zum Feinstaub-Alarm
NO2- und PM10 Überschreitungen
Aktuelle Messwerte an den Messstationen der LUBW
Bildergalerie     Weitere News
7. Immissionen
7.3 Luftbelastung an Stra├čen (Berechnungen)


Zur Absch├Ątzung der Schadstoffbelastung an Stra├čen ist es notwendig, die Kausalbeziehung Emission - Transmission - Immission modellhaft exakt nachzubilden. Das Ergebnis ist ein Ausbreitungsmodell. Im vorliegenden Fall wurden die Berechnungen durch das Ingenieurb├╝ro Dr. A. Lohmeyer, Karlsruhe, unter Verwendung des Rechenmodells PROKAS durchgef├╝hrt, wobei das ma├čgebliche das Plangebiet tangierende Stra├čennetz ber├╝cksichtigt wurde.

Punktuelle Zielwerte (Mittelwerte I1)
Ziel-
wert
(Jahr)
NO2
(┬Ág/m┬│)
SO2
(┬Ág/m┬│)
CO
(mg/m┬│)
O3
(┬Ág/m┬│)
Staub
(┬Ág/m┬│)
Benzol
(┬Ág/m┬│)
Ru├č
(┬Ág/m┬│)
Luftbel.-
Index
(LBI1)
1
(1997)
80 140 10 50 150 25 15 2,5
2
(2000)
50 50 3 40 50 10 8 1
3
(2005)
30 15 1 30 30 2,5 5 0,5
4
(> 2005)
20 5 0,5 30 20 < 1 2 0,3
 
Punktuelle Zielwerte (Kurzzeitbelastung I2)
Ziel-
wert
(Jahr)
NO2
(┬Ág/m┬│)
SO2
(┬Ág/m┬│)
CO
(mg/m┬│)
O3
(┬Ág/m┬│)
Staub
(┬Ág/m┬│)
Benzol
(┬Ág/m┬│)
Ru├č
(┬Ág/m┬│)
Luftbel.-
Index
(LBI2)
1
(1997)
200 400 30 180 300 - - 2,6
2
(2000)
135 120 10 120 100 - - 1
3
(2005)
75 50 3 100 75 - - 0,6
4
(> 2005)
50 30 1 70 50 - - 0,3
Zielwert 4: entspricht weitgehend den nat├╝rlichen Konzentrationen
CO2-Minderungsziel: CO2-Minderung um 30 % bis 2005
Tab. 7-3: Zielwerte f├╝r die Luftqualit├Ąt der Landeshauptstadt Stuttgart in Stra├čenr├Ąume

Dabei gehen als Eingangsgr├Â├čen in das Modell Angaben ├╝ber den Verkehr (Verkehrsaufkommen, Fahrverhalten, Verkehrs- bzw. Emissionstagesgang), die Meteorologie (Windstr├Âmung klassifiziert in 36 verschiedene Windrichtungsklassen und 9 verschiedene Windgeschwindigkeitsklassen sowie Ausbreitungsbedingungen, klassifiziert in 6 verschiedene Ausbreitungsklassen) und die geometrischen Randbedingungen (Topographie) ein. Die genannten Ausbreitungsklassen ber├╝cksichtigen, dass die Verd├╝nnung der Abgase au├čer vom Wind auch von der Stabilit├Ąt der Atmosph├Ąre abh├Ąngt.

Berechnet wurden die Stickstoffdioxidkonzentrationen (Jahresmittelwert und 98-Perzentil als Ma├č f├╝r kurzfristige Spitzenbelastungen), die mittleren Benzol- und die mittleren Ru├čkonzentrationen. Bei den genannten Komponenten treten erfahrungsgem├Ą├č in lufthygienischer Hinsicht die gr├Â├čten Probleme auf. Au├čerdem sind diese Komponenten relevant im Zusammenhang mit Verkehrsbeschr├Ąnkungen nach ┬ž40 (2) BImSchG. Das Modell berechnet die Konzentrationen dabei stets so, dass die tats├Ąchlichen Belastungen eher etwas ├╝bersch├Ątzt werden und man somit bei lufthygienischen Beurteilungen auf der sicheren Seite liegt.

Im Modell wird die Gesamtbelastung aus den Kenngr├Â├čen f├╝r die Vorbelastung (Grundbelastung) und die Zusatzbelastung durch das Stra├čennetz ermittelt.

Die in der Tabelle am Seitenende aufgef├╝hrten Abbildungen geben die Ergebnisse der Berechnungen f├╝r das Jahr 1995 bzw. f├╝r das Jahr 2000 (bei unver├Ąnderter Verkehrsf├╝hrung und gleicher Verkehrsmenge) wieder. Man erkennt allgemein bei den dargestellten Komponenten jeweils die hohen stra├čennahen Konzentrationen, w├Ąhrend abseits der Stra├čen die Belastungen deutlich abnehmen, so dass sich schmale Belastungskorridore abbilden.

F├╝r das Stichjahr 1995 liegen die mittleren Stickstoffdioxidkonzentrationen in der Willy-Brandt-Stra├če/Cannstatter Stra├če (B 14) und im Bereich der Heilbronner Stra├če (B 27) beispielsweise zum Teil ├╝ber dem TA Luft Grenzwert von 80 ┬Ág/m3, w├Ąhrend sich im inneren Bereich des Rosensteinparks nur noch Werte zwischen 25 und 40 ┬Ág/m3 ergeben. Bis zum Jahr 2000 ist ein R├╝ckgang der NO2-Belastungen erkennbar, doch werden auch dann noch die stra├čennahen Konzentrationen deutlich ├╝ber dem Zielwert von 50 ┬Ág/m┬│ liegen.

Die Kurzzeitbelastungen bei Stickstoffdioxid betragen f├╝r 1995 entlang der stark befahrenen Stra├čen zum Teil mehr als 160 ┬Ág/m3 (Heilbronner Stra├če, Pragstra├če, Wolframstra├če, Willy-Brandt-Stra├če, Cannstatter Stra├če). Sie liegen damit ├╝ber dem Pr├╝fwert der 23. BImSchV f├╝r verkehrslenkende bzw. beschr├Ąnkende Ma├čnahmen. In den stra├čenfernen Gebieten nehmen die Kurzzeitwerte auf bis zu etwa 50 ┬Ág/m3 ab. Auch hier sind bis zum Jahr 2000 nur geringe Konzentrationsminderungen festzustellen.

Auch die mittleren Benzolkonzentrationen ├╝berschreiten f├╝r 1995 die Pr├╝fwerte der 23. BImSchV von 15 bzw. 10 ┬Ág/m3 in den Hauptstra├čen. Diese Aussage gilt auch f├╝r Ru├č bezogen auf die Pr├╝fwerte 14 bzw. 8 ┬Ág/m3. Abseits der Stra├čen hingegen nehmen die Benzolwerte auf 2.5 bis 5 ┬Ág/m3 ab, bei Ru├č auf 2 bis 4 ┬Ág/m3. Bei Benzol indessen ist bis zum Jahr 2000 eine starke Abnahme der Belastung zu erwarten.


Abb. 7-2: NO2-Gesamtbelastung (Jahresmittelwerte) f├╝r das Plangebiet Stuttgart 21 im Istzustand 1995
Die vom Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart beschlossenen Zielwerte Luft (gem. Tab. 7-3) sind f├╝r die Zeitstufe 1997 (Zielwert 1) auf der Basis der Verh├Ąltnisse 1995 zum Teil noch nicht erreicht. Wie Abb. 7-2 zeigt, treten ├ťberschreitungen dieses Zielwertes f├╝r die mittlere NO2-Belastung in der Willy-Brandt-Stra├če/Cannstatter Stra├če, Heilbronner Stra├če, Wolframstra├če und Pragstra├če auf. ├ťberschreitungen des Zielwertes f├╝r die NO2-Kurzzeitbelastung sind auf einen Rechenpunkt am Pragsattel beschr├Ąnkt. ├ťberschreitungen des Zielwertes f├╝r die mittlere Ru├čbelastung finden sich auch nur am Pragsattel. Die Klassifizierung der berechneten Benzolwerte endet bei der Kategorie > 15 ┬Ág/m┬│. Dabei wird an 6 Punkten der Zielwert 25 ┬Ág/m┬│ ├╝berschritten. Auch im Jahr 2000 werden trotz einer generellen Konzentrationsabnahme noch Zielwerte ├╝berschritten sein, da diese f├╝r das Jahr 2000 niedriger angesetzt sind. Dies geht auch aus den farbigen Pfeilen hervor, die in den Immissions-Farbskalen der Abb. 7-2 bis 7-9 die jeweiligen Zielwerte der Zeitstufen 1997 (violett), 2000 (rot) und 2005 (gr├╝n) markieren.

Weitere Karten finden Sie ├╝ber die Auswahl aus der folgenden Tabelle:

  NO2
(Gesamt)
NO2
(Kurzzeit)
Benzol Ru├č
Stand 1995 NO2-G-95 NO2-K-95 Benzol-95 Ru├č-95
Prognose
2005
NO2-G-05 - Benzol-05 -
Prognose
2010
NO2-G-10 - Benzol-10 Ru├č-10



 
 

© Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie