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4. Thermische Situation
4.2 Bioklima


4.2.1 Tage mit Wärmebelastung



Abb. 4-5: Mittlere jährliche Anzahl der Tage
mit Wärmebelastung in Stuttgart
√úber seinen W√§rmehaushalt ist der Mensch am engsten mit den atmosph√§rischen Umweltbedingungen verkn√ľpft. Diese umfassen die meteorologischen Elemente Lufttemperatur, Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit sowie kurz- und langwellige Strahlung, die thermophysiologische Auswirkungen auf den Menschen besitzen. Die gesundheitliche Bedeutung h√§ngt mit der Vernetzung von Thermo- und Kreislaufregulation zusammen.

Der Mensch pa√üt sich √ľber die Variation seiner Bekleidung im Jahresgang weitgehend an die thermischen Umgebungsbedingungen an. W√§hrend einer gro√üen Zahl von Tagen im Jahr kann so optimale Behaglichkeit erreicht werden. W√§rmebelastung trotz Sommerkleidung und K√§ltereiz trotz Winterkleidung liegen vor, wenn bestimmte Schwellen √ľberschritten werden. Die Thermoregulationsmechanismen des Organismus werden dann zunehmend gefordert. Die damit verbundene Ver√§nderung der Durchblutung mit verst√§rktem Schwitzen bei W√§rme bzw. Erh√∂hung des Energieumsatzes z. B. durch Zittern bei K√§lte weisen auf die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems und der Atmung hin. W√§hrend eine Behinderung der W√§rmeabgabe immer eine Belastung bedeutet, ist K√§lte dagegen ambivalent. Sie kann sowohl eine Belastung darstellen als auch einen erw√ľnschten Umweltreiz, der die Anpassungsf√§higkeit des Organismus trainiert.


Abb. 4-6: Mittlere jährliche Anzahl der Tage
mit Wärmebelastung im Plangebiet
Abbildung 4-5 enth√§lt eine Darstellung der mittleren j√§hrlichen Anzahl von Tagen mit W√§rmebelastung in Stuttgart. Abbildung 4-6 zeigt einen Ausschnitt f√ľr das Gebiet Stuttgart 21 und die n√§here Umgebung. Man erkennt gro√üe Unterschiede mit bis zu √ľber 30 Tagen mit W√§rmebelastung im Jahr in der Kessellage der Stuttgarter Innenstadt und den im Neckartal gelegenen Stadtteilen. Hingegen finden sich in der Umgebung, insbesondere im Filderraum vielfach auch innerhalb der Bebauung weniger als 20 Tage mit W√§rmebelastung, in den Waldgebieten unter 10 Tage (JENDRITZKY, 1995). Das Plangebiet Stuttgart 21 weist heute etwa 30 Tage j√§hrlich mit W√§rmebelastung auf. Die positive Wirkung von Freifl√§chen und Gr√ľnanlagen ist daran erkennbar, da√ü hingegen der benachbarte Rosensteinpark und der Schlo√ügarten sowie der Pragfriedhof nur etwa 22 Tage mit W√§rmebelastung verzeichnen.


4.2.2 Kleinräumige Modellierung



Abb. 4-7: Modell im Windkanal
Aus den st√§dtebaulichen Planungen im Zusammenhang mit dem Projekt Stuttgart 21 wurde f√ľr das s√ľdliche Teilgebiet ein Bebauungsplan entwickelt. F√ľr das Teilgebiet A n√∂rdlich des Stuttgarter Hauptbahnhofes, das durch die Heilbronner Sta√üe, die Wolframstra√üe, den Schlo√ügarten und das Bahnhofsgel√§√ľnde begrenzt wird, wurden kleinklimatische Modellierugen zu den Themen Windkomfort und Durchl√ľftung, lufthygienische Verh√§ltnisse, bioklomatosche Verh√§ltnisse sowie Beschattungsverh√§ltnisse im Bereich der geplanten wie auch der angrenzenden bestehenden Bebauung durchgef√ľhrt (BLAZEK et al, 1998). Modellierungen erfolgten insbesondere auch im Bereich des zu √§ndernden Hauptbahnhofs. 

Aufgrund der Komplexit√§t der Str√∂mungsverh√§ltnisse erfolgten einige der kleinr√§umigen Unteruschungen im Windkanal (Abb. 4-7). Die lufthygienischen Auswirkungen der st√§dtebaulichen Planung wurde mit dem mikroskaligen Str√∂mungs- und Ausbreitungsmodell MISKAM durchgef√ľhrt. Dabei konnten die f√ľr das Modell erforderlichen Parameter anhand der Ergebnisse der Windkanalmodellierungen optimiert werden. 

Die Abbildung 4-8 und Abbildung 4-9 zeigen beispielhaft Ergebnisse der mit MISKAM durchgef√ľhrten Schadstoffberechnungen f√ľr den Bereich um den Hauptbahnhof. Neben dem heutigen Zustand (Abb. 4-8) wurde auch der Planungszustand (Abb. 4-9) im Jahr 2010 prognostiziert. 

Im Istzustand finden sich im Bereich um den Hauptbahnhof relativ hohe Benzolkonzentrationen. Der Pr√ľfwert der 23. BImschV von 10 ¬Ķg Benzol/m¬≥ wird an einem Geb√§ude an der Ostseite der Friedrichstra√üe deutlich √ľberschritten. Der Planzustand zeigt ein deutlich geringeres Immissionsniveau. Die h√∂chsten Konzentrationen an der Bebauung nahe der Heilbronner Stra√üe liegen bei etwa 4,5 ¬Ķg/m¬≥ Benzol. Dies kommt durch die besseren Abgaswerte der Fahrzeuge und der reduzierten Verkehrsmenge zustande



Abb. 4-8: Benzol-Gesamtbelastung (Jahresmittelwert) f√ľr den Istszustand im Jahr 1995

Abb. 4-9: Benzol-Gesamtbelastung (Jahresmittelwert) f√ľr den Planszustand im Jahr 2010


 
 

© Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie