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2. Topographie
2.1 Gesamtgebiet Stuttgart


Das milde und windarme Klima Stuttgarts wird neben anderen klimaprĂ€genden Faktoren entscheidend durch seine abgeschirmte Lage im Neckarbecken bestimmt. Im Westen ist der Schwarzwald vorgelagert, im SĂŒden die SchwĂ€bische Alb, im Osten der Schurwald und das Strom- und Heuchelberggebiet im Nordwesten. Die Vielfalt des Stuttgarter Landschaftsbildes spiegelt die geologischen VerhĂ€ltnisse wider. Im Norden liegen die fruchtbaren AckerflĂ€chen der GĂ€ulandschaft, der im SĂŒden das bewegte Keuperbergland folgt, das weiter sĂŒdlich in die Filderebene ĂŒbergeht. Das von SĂŒden nach Norden verlaufende Tal des Neckars bedeutet in der Abfolge der Landschaftsteile einen markanten Einschnitt. Innerhalb des topographisch stark gegliederten Stuttgarter Stadtgebietes ergeben sich Höhenunterschiede von mehr als 300 m.


Abb. 2-1: Reliefbild des Stadtgebietes von Stuttgart mit Umgebung
Das Zentrum von Stuttgart mit dem eigentlichen Talkessel liegt abseits des Neckars in einer Keupersenke (Marktplatz 245 m ĂŒ. NN), die vom Nesenbach und seinen ZuflĂŒssen ausgerĂ€umt wurde. Von Kaltental kommend durchfließt der Nesenbach ein 2 km langes, enges Tal und tritt bei Heslach in den Stuttgarter Talkessel ein. Die Randhöhen erheben sich bei Hangneigungen von 5 bis 10 Grad um 100 m bis 240 m ĂŒber den ca. 6 km langen in sĂŒdwest-nordöstlicher Richtung verlaufenden Stuttgarter Talkessel, der nordöstlich der Karlshöhe das bis zu 2,5 km breite Stadtzentrum bildet. Zwischen Kriegsberg und Uhlandshöhe erfĂ€hrt das Nesenbachtal wieder eine starke Einengung auf ca. 1 km Breite und mĂŒndet bei Bad Cannstatt in das Neckartal ein. FĂŒr die BelĂŒftung Stuttgarts hat das Nesenbachtal eine vergleichbare Bedeutung wie das Dreisamtal mit dem "HöllentĂ€ler" (Bergwindsystem) fĂŒr die Stadt Freiburg im Breisgau.

Die Abbildung 2-1 zeigt die topographische Situation des gesamten Stadtgebietes von Stuttgart mit seinen rĂ€umlichen Besonderheiten als Schattenrelief. Das Plangebiet "Stuttgart 21" ist besonders gekennzeichnet. Die Abbildung wurde, wie die Abbildungen 2-2 bis 2-5 unter Zuhilfenahme des digitalen Höhenmodells (DHM) des Statistischen Landesamtes von Baden-WĂŒrttemberg erstellt.


2.2 Innenstadt mit Plangebiet Stuttgart 21


In den nachfolgenden Abbildungen ist die Topographie des Stuttgarter Talkessels mit dem besonders markierten Plangebiet "Stuttgart 21" aus verschiedenen Blickrichtungen dargestellt. Das Plangebiet flankiert die LĂ€ngsachse des Nesenbachtales nahe seiner EinmĂŒndung in das Neckartal.
Der Stuttgarter Talkessel umfaßt außer dem von SĂŒdwest nach Nordost orientierten, langgestreckten Nesenbachtal noch den sog. Westkessel. Die beiden Talbereiche sind durch einen GelĂ€ndevorsprung voneinander getrennt, der sich vom Birkenkopf (511 m ĂŒ. NN) ĂŒber den Hasenberg (457 m) zur Karlshöhe (343 m) senkt und schließlich bei der Silberburg (287 m) auslĂ€uft. Dieser GelĂ€ndevorsprung bildet die sĂŒdliche Umrandung des entsprechend windabgeschatteten Westkessels. Auf die WindverhĂ€ltnisse der im Zuge des Nesenbachtales gelegenen Bereiche des Stuttgarter Talkessels, wozu auch das Stadtzentrum gehört, ĂŒbt der GelĂ€ndevorsprung hingegen eine stark kanalisierende Wirkung aus. 

Von lokalklimatischer Bedeutung fĂŒr das Plangebiet ist außer der TallĂ€ngsachse des Nesenbachtales auch der HöhenrĂŒcken, durch den der Stuttgarter Talkessel vom nordwestlich parallel verlaufenden Feuerbacher Tal getrennt wird. Dieser AuslĂ€ufer des Glemswaldes beginnt ebenfalls beim Birkenkopf und reicht bis zum Neckar. Unterbrochen wird er vom Pragsattel (305 m), einer wichtigen nördlichen Passage des stĂ€dtischen Verkehrs. Vom Killesberg fallen die GelĂ€ndeeinschnitte der Wartberg- und Steinbergklinge (als IGA-GelĂ€nde Teil des "GrĂŒnen U") zur Heilbronner Straße ab. Im Zuge des ehemaligen Störzbachtales kann diese GelĂ€ndemulde entlang der Ehmannstraße bis in den unteren Schloßgarten weiterverfolgt werden. Das heute vom Bahnbetriebswerk und Paketpostamt teilweise ĂŒberbaute Störzbachtal tangiert das Plangebiet Stuttgart 21 im Norden und bildet die Grenze zum Rosensteinpark. Außer dem Störzbachtal gibt es weitere vom erwĂ€hnten HöhenrĂŒcken zum Nesenbachtal abfallende GelĂ€ndeeinschnitte mit lokalklimatischer Bedeutung fĂŒr das Plangebiet: die Eckartshalde, die beim Pragfriedhof einmĂŒndet und die Mönchhalde, die vom vorspringenden, den Talkessel stark einengenden Kriegsberg (365 m) ĂŒber die TĂŒrlenstraße und die Wolframstraße zu verfolgen ist.



Blockbilder des Stadtgebietes:


Abb. 2-2: Blick aus Nordosten in den Innenstadtkessel mit dem Plangebiet (rot)

Abb. 2-3: Blick aus Südwesten in den Innenstadtkessel mit dem Plangebiet (rot)

Abb. 2-4: Blick aus Nordwesten in den Innenstadtkessel mit dem Plangebiet (rot)

Abb. 2-5: Blick aus Südosten in den Innenstadtkessel mit dem Plangebiet (rot)


 
 

© Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie