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Meteorologische Jahresberichte Stuttgart Hohenheim



Klima- und Wetterstation Stuttgart Hohenheim

Die Witterung im Jahr 2011


Meteorologischer Jahresbericht f├╝r Stuttgart Hohenheim
herausgegeben vom Institut f├╝r Physik u. Meteorologie 120, Universit├Ąt Hohenheim, Garbenstr. 30, 70599 Stuttgart / Tel.:0711/459-22154 / E-Mail: hans-stefan.bauer@uni-hohenheim.de

Das Jahr 2011 war in Hohenheim um 1,9 ┬░C zu warm. Der Niederschlag erreichte nur 79 % der Norm (548,2 l/m2) und die Sonnenscheindauer erreichte mit 1997,8 Stunden 116% des langj├Ąhrigen Mittels.

(Die folgenden Vergleiche mit dem langj├Ąhrigen Mittel beziehen sich ab 1991 immer auf den Zeitraum 1961-90) Zur Erinnerung: Eistag (Max.<0┬░C), Frosttag (Min.<0┬░C), Sommertag (Max.>25┬░C), hei├čer Tag (Max.> 30┬░C).

Der Winter 2010/11 war in Hohenheim nur 0.1┬░C w├Ąrmer als das langj├Ąhrige Mittel. Es wurden 26 statt 19,5 Eistage (Maximum < 0┬░C) und 58 Frosttage (Minimum < 0┬░C) entsprechend dem langj├Ąhrigen Mittel beobachtet. Die tiefste Temperatur betrug am 26.12.2010 -12,6┬░C und die h├Âchste am 06.02.2011 +14,7┬░C. Der Niederschlag erreichte 109% der Norm. Von den 53 Niederschlagstagen schneite es an 27 Tagen, eine Schneedecke lag an 35 Tagen und erreichte maximal 22 cm am 25.12.2010. Die Sonnenscheindauer war mit 76% des langj├Ąhrigen Mittels unterdurchschnittlich, mit 40 sonnenscheinlosen Tagen.

Der Dezember 2010 war 2.6┬░C k├Ąlter als das langj├Ąhrige Mittel. Er war niederschlagsreich (200% des langj├Ąhrigen Mittels mit viel Schnee) und die Sonnenscheindauer unterschritt den Mittelwert deutlich (60%). Es folgte ein zu warmer Januar 2011 (1,4┬░C statt -0,2┬░C), obwohl nur 84% der ├╝blichen Sonnenscheindauer erreicht wurde. Auch die Niederschlagsmenge erreichte mit 36,4 mm nur 88% des langj├Ąhrigen Mittels. Der Februar 2011 war temperaturm├Ą├čig auch ├╝berdurchschnittlich (2,6┬░C statt erwarteten 1,2┬░C). Der Niederschlag erreichte mit 9 mm nur 23% des langj├Ąhrigen Mittels und auch die Sonne zeigte sich seltener als erwartet (81% der Norm).

Ph├Ąnologie: Die Haselbl├╝te trat am 18.01.2011 ein, gefolgt von der Schneegl├Âckchenbl├╝te am 14.02.11 und der Bl├╝te der Schwarzerle am 26.02..

Das Fr├╝hjahr 2011 war in Hohenheim insgesamt um 3,3┬░C zu warm und auch viel zu trocken (45% der Norm). Die Sonnenscheindauer war ├╝berdurchschnittlich (154% des Solls) und erreichte ein neues Maximum von 736,3 Stunden. Nur an 4 Tagen schien die Sonne gar nicht. Es wurden 0 statt 1,2 Eistage (Maximum < 0┬░C), 11 statt 15,3 Frosttage (Minimum < 0┬░C) und 5 statt 2,1 Sommertage (Maximum ≥ 25┬░C) beobachtet.

Der M├Ąrz 2011 war mit 6,9┬░C um 2,3┬░C w├Ąrmer als das langj├Ąhrige Mittel. Er war zu trocken (51% des langj├Ąhrigen Mittels) und sehr sonnig (158% der Norm). Es folgte ein ebenfalls sehr warmer (+4,7┬░C) und sonniger (173%) April 2011, wobei auch hier kaum Niederschlag fiel (43% des langj├Ąhrigen Mittels). Auch der Mai 2011 war zu warm (+2,7┬░C), sehr sonnig (136% der Norm) und mit nur 43% des langj├Ąhrigen Mittels viel zu trocken. Es regnete nur an 12 Tagen.

Ph├Ąnologie: Aufgrund der trockenen und ├╝ber weiten Strecken warmen Witterung vor allem im April kam es bei vielen Pflanzen zu gemeinsamen Bl├╝hdaten, die wiederum zu einem sehr starken Pollenflug gef├╝hrt haben.

Die Bl├╝te der Kornelkirsche setzte am 07.03 ein, gefolgt vom Huflattich am 08.03. und der Saalweide am 11.03.. Der Austrieb der Stachelbeere wurde am 11.03. verzeichnet. Forsythien bl├╝hten ab dem 16.03. und das Bluten der Weinreben (M├╝ller-Thurgau und Riesling) setzte am 17.03. bzw. am 18.03. ein. Ab dem 23.03. ergr├╝nte das Dauergr├╝nland. Am 25.03. wurde der Austrieb der Rosskastanien beobachtet, am 30.03. bl├╝hte die Esche und am 31.03. der Spitzahorn.

Die Bl├╝te der S├╝├čkirsche wurde am 1.4. verzeichnet. Es folgten Sauerkirsche und H├Ąngebirke am 4.4., gefolgt von Birne, Stachelbeere und L├Âwenzahn am 5.4. Am 7.4. bl├╝hte die rote Johannisbeere und am 8.4. Raps. Am 12.4 bl├╝hte der Flieder, am 16.4. der fr├╝he Apfel, sowie am 18.4. der sp├Ąte Apfel und die Rosskastanie. Zuletzt bl├╝hten der Wiesenfuchsschwanz am 20.4. und der zweigriffige Wei├čdorn am 22.4..

Am 07.05. beobachtete man das Ährenschieben bei Wintergerste, am 08.05. das des Winterroggens. Am 09.05 wurde der erste Silageschnitt beim Dauergrünland durchgeführt. Am 10. und 11.05. blühten Hundsrose und Kiefer. Am 16.05. begann der Winterroggen zu blühen und befand sich ab 19.05. in der allgemeinen Blüte. Der erste Heuschnitt wurde am 20.05. durchgeführt, am 28.05. begann die Blüte der Weinreben (Müller-Thurgau) sowie das Ährenschieben beim Winterweizen. Am 31.05. begannen die Weinreben (Riesling) zu blühen und die Weinreben (Müller-Thurgau) befanden sich in der allgemeinen Blüte.

Der Sommer 2011 war in Hohenheim insgesamt um 0,9┬░C zu warm. Der Niederschlag erreichte 104 % der Norm, w├Ąhrend die Sonnenscheindauer nur 88% des langj├Ąhrigen Mittels betrug. Es wurde aber nur 6 sonnenscheinlose Tage registriert. Es gab 33 statt 25,4 Sommertage (Maximum ≥ 25┬░C) und 7 statt 3,8 hei├če Tage (Maximum ≥ 30┬░C). Die h├Âchste Temperatur betrug 34,0┬░C am 23.08.11 und die niedrigste 4,2┬░C am 16.07.11. Es wurden 48 statt 44 Regentage beobachtet und der Tagesh├Âchst-Niederschlag betrug 34,9 l/m2 (am 07.07.11).

Der Juni 2011 war 17,2┬░C insgesamt um 1,4┬░C zu warm und zu feucht (der Niederschlag erreichte 103% der Norm). Die Sonnenscheindauer betrug nur 87% des langj├Ąhrigen Mittels. Der Juli 2011 war gegen├╝ber dem langj├Ąhrigen Mittel um 1,0┬░C zu k├╝hl und zu sonnenscheinarm (74% der Norm). Die gefallene Niederschlagsmenge im Osten Deutschlands ├╝berstieg das langj├Ąhrige Mittel vielerorts um das Vielfache (in Hohenheim fielen 161% der Norm). Der August 2011 war im Vergleich zum langj├Ąhrigen Mittel um 2,2┬░C zu warm, zu sonnig (104% der Norm) und zu trocken. Es wurden nur 72% der durchschnittlichen Niederschlagsmenge erreicht.

Ph├Ąnologie: Ab dem 02.06. begann die allgemeine Bl├╝te der Weinreben der Sorte Riesling, die am 11.06. beendet war. Die Weinreben der Sorte M├╝ller-Thurgau erreichten das Ende der Bl├╝te bereits am 08.06.. Das Rispenschieben des Hafers begann am 10.06.. Am 14.06. war die S├╝├čkirsche pfl├╝ckreif und am 15.06. die Rote Johannisbeere. Das Schossen vom Mais begann am 15.06. Die Wintergerste erreichte ab dem 23.06 die Gelbreife. Bei der Stachelbeere begann ab dem 25.06. und bei der Sauerkirsche ab dem 27.06 die Reife.

Am 5.07.11 erreichte der Winterweizen die Milchreife, die Ernte der Wintergerste erfolgte am 05.07., am 06.07.11 begann beim Winterraps die Vollreife und am 07.07. die Gelbreife beim Winterroggen. Am 08.07. begann beim Mais das Rispenschieben und am 12.07. die Bl├╝te. Ab dem 16.07. begann beim Hafer die Milchreife, am 21.07. beim Winterweizen die Gelbreife und der Winterraps wurde geerntet. Am 22.07. wurde der Winterroggen geerntet. Am 28.07. bl├╝hte das Heidekraut und die Kornelkirsche hatte die ersten reifen Fr├╝chte. Am 29.07. bl├╝hte der Beifu├č, der schwarze Holunder bildete die ersten reifen Fr├╝chte und der Hafer erreichte die Gelbreife.

Am 03.08.wurde der Winterweizen geerntet. Die ersten reifen Fr├╝chte wurden am 04.08. beim Wei├čdorn beobachtet, am 07.08. bei fr├╝hem Apfel, am 08.08. bei der Eberesche, am 09.08. bei der Birne und am 10.08. bei der Hundsrose. Der Beginn der Milchreife war beim Mais am 11.08., die Ernte des Hafers erfolgte am 16.08., Winterraps wurde am 23.08. bestellt und die Weinreben (M├╝ller-Thurgau) waren ab dem 29.08 reif. Schlie├člich begann am 30.08. die Teigreife beim Mais.

Der Herbst 2011 war in Hohenheim um +1,3┬░C w├Ąrmer als das langj├Ąhrige Mittel 1961-90. Der Niederschlag erreichte nur 39 % der Norm und war somit der trockenste seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Die Sonnenscheindauer erreichte 140% bei 8 Tagen ohne Sonnenschein. Es gab 8 statt 3,8 Sommertage (Maximum ≥ 25┬░C), 0 und 15 statt 13,6 Frosttage (Minimum < 0┬░C). Hei├če Tage und Eistage traten nicht auf. Die h├Âchste Temperatur betrug am 3.9.11 29,2┬░C. Die tiefste Temperatur wurde am 17.11.11 mit -4,5┬░C beobachtet. Es gab 21 statt 41,5 Regentage. Nebeltage gab es nur 8 statt 20,7.

Der September 2011 war mit 16,4┬░C im Vergleich zum langj├Ąhrigen Mittel um 2,3┬░C zu warm. Die Sonnenscheindauer betrug 127% der Norm und es fielen mit 28,4 mm nur 54% des langj├Ąhrigen Mittels des Niederschlags. Der Oktober 2011 war gegen├╝ber dem langj├Ąhrigen Mittel um 0,6┬░C zu warm und zu sonnig (137% der Norm). Wie im September war es auch im Oktober zu trocken. Die Niederschlagsmenge betrug nur 67% des langj├Ąhrigen Mittels. Der November 2011 war um 0,9┬░C zu warm und zu sonnenscheinreich (175% der Norm). Niederschlag fiel fast keiner. Mit 0,6 mm am 30.11. erreichte die Niederschlagsmenge nur 1% des langj├Ąhrigen Mittels.

Ph├Ąnologie: Kastanien waren am 06.09. reif. Der Winterraps lief am 07.09. auf und am 23.09. bildeten sich erste Rosetten. Beim Mais begann die Gelbreife am 07.09. Weinreben waren am 07.09. (Riesling) bzw. am 15.09 (M├╝ller-Thurgau) reif. Stieleiche und sp├Ąter Apfel waren am 22.09. pfl├╝ckreif. Wintergerste wurde am 24.09. bestellt, Winterroggen am 26.09. Am 26.09. begann auch die Lese der Weinreben der Sorte Riesling.

Die herbstliche Blattverf├Ąrbung der Rosskastanie begann am 1.10.. Das Auflaufen des Winterroggens und der Wintergerste begann am 05.10.11 Silomais wurde am 05.10. und Beta R├╝ben am 06.10. geerntet. Der Blattfall der Eberesche begann am 11.10. und bei den Weinreben (M├╝ller Thurgau) am 17.10.. Ebenfalls am 17.10. wurde Winterweizen bestellt. Die Blattver-f├Ąrbung der H├Ąngebirke begann am 18.10., die der Rotbuche am 19.10., die der Weinreben (Riesling) am 20.10., die der S├╝├čkirsche und der europ├Ąische L├Ąrche am 24.10. und die der Stieleiche am 27.10. Am 28.10. begann der Blattfall der Rosskastanie. Das Auflaufen des Winterweizens wurde schlie├člich am 31.10. beobachtet.

Der herbstliche Blattfall begann am 08.11. mit der H├Ąnge Birke, am 10.11. mit dem fr├╝hen Apfel und der Rotbuche. Am 12.11. folgte der Blattfall bei den Weinreben M├╝ller-Thurgau und dem sp├Ątem Apfel. Es folgte der Blattfall bei den Weinreben der Sorte Riesling am 16.11, am 22.11 bei der Stiel-Eiche und am 29.11 bei der europ├Ąischen L├Ąrche.

Das Jahr endete mit einem zu warmen und zu nassen Dezember 2011. Die Temperatur war insgesamt um 3,2┬░C zu warm. Dagegen war der Monat sehr nass. Mit 113,1 mm erreichte die Niederschlagsmenge 243% des langj├Ąhrigen Mittels. Die Sonnenscheindauer erreichte nur 50% des Solls.

Die Jahresschwankung betrug 45,3┬░C, das ist die Differenz zwischen dem absoluten Maximum von 34,0 ┬░C am 23.08.2011 und dem absoluten Minimum von -11,3┬░C am 05.01.2011. Es wurden 65 Frosttage (statt 87) und 13 Eistage (statt 22,1) beobachtet. Es gab 47 Sommertage (statt 31,3) und 7 hei├če Tage (statt 4,1). Die Sonnenscheindauer erreichte 116 % der Norm (1997,8 Stunden), wobei der April der sonnigste Monat mit 270,7 Stunden war. Der Niederschlag betrug 79 % der Norm (548,2 l/m2). Es gab 150 statt 183 Niederschlagstage und 8 (statt 42,2) Tage mit Schneedecke ├╝ber 1 cm H├Âhe.


Jahreswerte 2011 der Klimaelemente in Stuttgart-Stadtmitte (250 m) und Stuttgart-Hohenheim (420 m)

 

Klimaelement

Stuttgart-Stadtmitte

Stuttgart-Hohenheim

Mitteltemperatur (┬░C) 12,3 10,7
H├Âchsttemperatur (┬░C) 36,8 34,0
Tiefsttemperatur (┬░C) -9,1 -11,3
Eistage (Tage) 4 13
Frosttage (Tage) 47 65
Heiztage (Tage) 204 -
Sommertage (Tage) 93 47
Hei├če Tage (Tage) 20 7
Tage mit ├╝ber 35┬░C (Tage) 3 0
Regentage (Tage) 138 150
Hageltage (Tage) - 0
Tage mit Schneedecke (Tage) - 8
Nebeltage (Tage) - 15
Gewittertage (Tage) - 14
Gl├╝hweintage (Tage)*  62 -
Biergartentage (Tage)**  110 -
Niederschlagsmenge (mm) 450 548
Sonnenh├Âchststand (Grad) 66 (Juni) 66 (Juni)
M├Âglicher Sonnenschein (h) - 4402
Sonnenscheindauer (h) - 1998
Globalstrahlung (W/m┬▓) 131 139
UVA-Strahlung (W/m┬▓) 5,97 -
UVB-Strahlung (W/m┬▓) 0,126 -
Windgeschwindigkeit (m/s) 1,9 -

-  keine Angaben
)*= um 12 Uhr mittags, Temp. < 5┬░C )**= um 20 Uhr abends, Temp. > 20┬░C
Angaben: Meteorologischer Jahresbericht f├╝r Stuttgart-Hohenheim 2011 vom Institut f├╝r Physik und Meteorologie (IPM) der Universit├Ąt Hohenheim, und Jahresauswertung der Station Stuttgart-Mitte (Schwabenzentrum) durch das Amt f├╝r Umweltschutz, Abteilung Stadtklimatologie.

Definitionen der Klimaelemente


 
 

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