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Meteorologische Jahresberichte Stuttgart Hohenheim



Klima- und Wetterstation Stuttgart Hohenheim

Die Witterung im Jahr 2005


Meteorologischer Jahresbericht für Stuttgart Hohenheim
herausgegeben vom Institut für Physik 120, Universität Hohenheim, Garbenstr. 30, 70599 Stuttgart /Tel.: 0711/459-2797 Nr. 13, Jg. 128; Ingeborg Henning-Müller.

 

Das Jahr 2005 war in Hohenheim um 0,9°C zu warm, der Niederschlag erreichte 96 % der Norm und die Sonnenscheindauer mit 106 % des langjährigen Mittels etwas überdurchschnittlich.

(Die folgenden Vergleiche mit dem langjährigen Mittel beziehen sich ab 1991 immer auf den Zeitraum 1961-90) Zur Erinnerung: Eistag (Max.<0°C), Frosttag (Min.<0°C), Sommertag (Max.>25°C), heißer Tag (Max.>30°C).

Der Winter 2004 / 2005 (Dez.04, Jan.05, Febr.05) war um 0,2°C zu kalt, sonniger (103 % der Norm) und niederschlagsreicher (103 % des langjährigen Mittels). Es gab 24 statt 19,5 Eistage und wie erwartet 58 Frosttage. Von den 49 Niederschlagstagen fiel an 30 Schnee oder Schneeregen. An 37 statt 34,3 Tagen lag eine bis zu 25 cm (27.02.05) hohe Schneedecke am Boden(bei Verwehungen 48 cm). Der Dez. 2004 war etwas kühler, sonniger und niederschlagsreicher als sonst. Der Jan.05 war in den ersten 2 Dekaden sehr mild, sonnig und trocken; zum Monatsende schneite es und bald lag eine Schneedecke am Boden. Der Febr.05 war kälter, trüber und sehr schneereich. Durch den anfangs milden Januar blühten Hasel und Schwarzerle um 20 Tage verfrüht (14.01. und 21.01.05).

Das Frühjahr 2005 war um 1,1°C zu mild, sonniger(105%), feuchter (105 %) und verschneiter wie erwartet.
Die erste Märzhälfte war sehr kalt: am 1.03.05 wurden -17,3°C gemessen, das ist der absolute Kälterekord für einen Märztag bzw. Frühjahrstag seit 1878. Es gab 16 statt 4,2 Tage mit Schneedecke (max. Höhe 23 cm am 1.03.05). Insgesamt war der März sonniger und zu feucht. Es folgte ein sehr milder, trüber und niederschlagsreicher April. Der Mai fiel wärmer, sonniger und trockener als sonst aus.
Die späte Vegetationsentwicklung durch den kalten März, wurde im April und Mai aufgeholt, sodass Ende Mai ein 15-tägiger Vegetations-Vorsprung bestand.

Der Sommer 2005 war um 0,9°C wärmer, was vor allem dem warmen Juni zu verdanken war. Der Niederschlag betrug 106% der Norm, die Sonnenscheindauer war normal (100 %). Es wurden 30 statt 25,4 Sommertage und 6 statt 3,8 heiße Tage beobachtet. Es regnete an 40 statt 44 Tagen, jedoch mit einigen ergiebigen Schauern. Es gab an 16 statt 18,4 Tagen Gewitter, davon 2 mit Hagel mit Durchmessern von 0,5 bzw. 2 cm im Juli (4.07. und 29.07.). Sie wurden von star-ken Sturmböen begleitet. Einem sehr warmen, sonnigen und relativ trockenem Juni folgte ein verregneter, mild-trüber Juli. Im August war es zu kühl, trüb und niederschlagsreich.
Phänologisch bewirkte der warm-trockene Juni eine frühzeitige Obsternte bei Johannisbeeren, Kirschen und Stachel-beeren (20.-28.06.) Ende Juli bis Mitte Aug. wurde das Wintergetreide geerntet und Ende August gab es schon reife Trauben der Sorte Müller-Thurgau und Riesling.

Der Herbst 2005 war ungewöhnlich warm (Abw.: +1,4°C) und somit der 2.-wärmste Herbst seit 1878 (zusammen mit den Jahren 1929, 1949, 1961 u. 1982). Nur der Herbst 2000 war wärmer (10,8°C). Es war zu trocken (71 % der Norm) und sonniger (123%) wie sonst. Es wurden 9 Sommertage(statt 3,8) und nur 11 Frosttage(statt 13,6) beobachtet. Von den 29 statt 41,5 Niederschlagstagen waren 7 mit Schnee oder Schneeregen. Es gab 1 statt 2,5 Gewittertage.
Alle 3 Herbstmonate (Sept., Okt., Nov.) waren wärmer sonniger und trockener im Vergleich zum langjährigen Mittel.
Die milde Witterung ließ die späten Äpfel und Birnen um 1 Monat früher reifen(2.-3.09.) und ab Ende Sept. setzte verfrühte Blattverfärbung ein. Die Traubenernte (4.-10.10.) fiel sehr gut aus. Ab 13.11. begann der Blattfall.

Das Jahr endete mit einem wechselhaft-kühlen (Abw.: -0.3°C), niederschlagsärmeren (88 %) und trüberem (96 %) Dez. 2005. An 12 Tagen gab es eine Schneedecke, deren max. Höhe 12 cm am 29.12.05 erreichte.

Die Jahresschwankung betrug 50,6°C, das ist die Differenz zwischen dem absoluten Maximum von 33,3 °C am 28.07.05 und dem absoluten Minimum von -17,3°C am 1.03.05 Es wurden 81 Frosttage (statt 87) und 24 Eistage (statt 22,1) beobachtet. Es gab 46 Sommertage (statt 31,3) und 8 heiße Tage (statt 4,1).
Die Sonnenscheindauer erreichte 106 % der Norm, sieh Jahresgang der Sonnenscheindauer S. 5.
Der Niederschlag betrug nur 96 % der Norm (671,1 l/m2). Der Aug. war diesmal der nasseste Monat (92,1 l/m2), gefolgt vom Juli und Mai (siehe Jahresgang der Niederschläge S. 5). Der höchste Tagesniederschlag betrug 40,4 l/m2 (am 24.06.05). Es gab 176 statt 183 Niederschlagstage, 21 Gewittertage, 2 Tage mit Hagel, mit Durchmessern von 0,5-2,0 cm im Juli und 58 Tage mit Schneedecke über 1 cm Höhe (max. Höhe 25 cm, bei Verwehungen bis 48 cm am 27.02.05).
Die frostfreie Periode verlängerte sich auf 210 Tage statt 190 (vom 22.04. - 19.11.05).


Jahreswerte 2005 der Klimaelemente in Stuttgart-Stadtmitte (250 m) und Stuttgart-Hohenheim (420 m)

 

Klimaelement

Stuttgart-Stadtmitte

Stuttgart-Hohenheim

Mitteltemperatur (°C) 11,4 9,7
Höchsttemperatur (°C) 36,7 33,3
Tiefsttemperatur (°C) -13,0 -17,3
Eistage (Tage)  12 24
Frosttage (Tage)  61 81
Heiztage (Tage)  228 -
Sommertage (Tage)  57 46
Heiße Tage (Tage)  25 8
Tage mit über 35°C (Tage)  1 -
Regentage (Tage)  175 176
Hageltage (Tage)  - 2
Tage mit Schneedecke (Tage)  - 58
Nebeltage (Tage)  - 21
Gewittertage (Tage)  - 21
Glühweintage (Tage)*  55 -
Biergartentage (Tage)**  85 -
Niederschlagsmenge (mm) 481 671
Sonnenhöchststand (Grad) 66 (Juni) 66 (Juni)
Möglicher Sonnenschein (h) - 4402
Sonnenscheindauer (h) - 1825
Globalstrahlung (W/m²) 130 139
UVA-Strahlung (W/m²) 8,10 -
UVB-Strahlung (W/m²) 0,130 -
Windgeschwindigkeit (m/s) 2,0 -

-  keine Angaben
)*= um 12 Uhr mittags, Temp. < 5°C )**= um 20 Uhr abends, Temp. > 20°C
Angaben: Meteorologischer Jahresbericht für Stuttgart-Hohenheim 2005 vom Institut für Physik und Meteorologie (IPM) der Universität Hohenheim, und Jahresauswertung der Station Stuttgart-Mitte (Schwabenzentrum) durch das Amt für Umweltschutz, Abteilung Stadtklimatologie.

Definitionen der Klimaelemente


Jahresmittelwerte (MW) und Überschreitungshäufigkeit (ÜH) der Messstationen in der Region Stuttgart für das Jahr 2005 im Vergleich zu Zielwerten

 

Station SO2
µg/m³
NO2
µg/m³
NO
µg/m³
CO
mg/m³
Ozon
µg/m³
PM10
µg/m³
  MW ÜH* MW ÜH MW MW ÜH** MW ÜH MW ÜH
S-Zuffenhausen - - 42 0 33 0.4 0 36 25 x x
S-Bad Cannstatt - - 33 0 16 0.2 0 39 27 x x
S-Straßen-
messstation
- - 74 5 68 0.8 0 - - 35 37
S-Zentrum
(AfU)
6 0 50 0 24 - - 31 0 24 7
Zielwert
2005
10 350
(0 ÜH)
30 200
(18 ÜH)
  1.0 5
(0 ÜH)
30 120
(25 ÜH)
30 50
(25 ÜH)
Zielwert
2010
5 350
(0 ÜH)
20 200
(10 ÜH)
  0.5 3
(0 ÜH)
30 120
(15 ÜH)
20 30
(25 ÜH)
Ludwigsburg 5 0 32 0 14 0.3 0 45 45 26x 12x
Waiblingen 5 0 28 0 18 0.3 0 44 34 x x
Böblingen 5 0 28 0 13 0.2 0 42 21 x x
Bernhausen 5 0 33 0 22 0.3 0 36 18 x x
Plochingen 3 0 37 0 30 0.3 0 29 15 - -
Welzheim
Wald
3 0 12 0 1 - - 63 46 - -
Datengrundlage: UMEG Monats- und Jahresberichte, S-Zentrum (Amt für Umwelt-
schutz)

 
ÜH = Überschreitungshäufigkeit (Stunden (NO2), Tage (PM10), 8-Std. (Ozon, CO)
 
*   alle Überschreitungshäufigkeiten beziehen sich auf den jeweiligen Grenzwert ohne
     Toleranzmarge
**  Überschreitung des Grenzwerte von 10 mg/m³ als 8h-Mittelwert (Hinweis: 3 mg/m³
      werden in S-Mitte Straße gelegentlich überschritten)
x   Daten nur verfügbar bis Mai bzw. September 2005 (Ludwigsburg)



Quelle: UMEG



Aktuelle Messdaten der Luftbelastung in der Region Stuttgart erhalten Sie HIER.




 
 

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