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Lärmaktionsplan Stuttgart - Fortschreibung 2015
Verkehrsberuhigungs- und Lärmminderungskonzept Stuttgart-Ost


Stuttgart-Ost geh√∂rt zu den Stadtbezirken in Stuttgart, die am st√§rksten an hoher Verkehrs- und dadurch bedingter L√§rmbelastung leiden. Die L√§rmkartierung 2012 weist insgesamt 14 Stra√üen bzw. Stra√üenabschnitte als L√§rmschwerpunkte aus (Beurteilungspegel nachts √ľber 60 dB(A)). Davon sind ca. 2 700 Menschen betroffen, so viele wie in keinem anderen Stadtbezirk. Der Bezirksbeirat Ost hat deshalb schon seit Jahren mehrfach umfangreiche Verkehrsberuhigungs- und L√§rmminderungsma√ünahmen gefordert.

Bei der √Ėffentlichkeitsbeteiligung zum L√§rmaktionsplan 2009 wurden viele Ma√ünahmen vorgeschlagen, die zu einer Minderung der Verkehrs- und L√§rmprobleme beitragen k√∂nnen. Das Ingenieurb√ľro Praxl + Partner, Filderstadt wurde gemeinsam vom Amt f√ľr Umweltschutz und Amt f√ľr Stadtplanung und Stadterneuerung beauftragt, die verkehrswirksamen Ma√ünahmenvorschl√§ge des L√§rmaktionsplans in ihrer Kombinationswirkung zu untersuchen und daraus ein funktionierendes und umsetzbares Gesamtkonzept zu entwickeln.

Ziel der Untersuchung war, durch Verminderung des Durchgangsverkehrs, insbesondere des Lkw-Verkehrs, und Senkung der Geschwindigkeiten die Belastung der Bevölkerung im Stuttgarter Osten durch Lärm und Luftschadstoffe zu mindern und gleichzeitig die Verkehrssicherheit und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu erhöhen und damit die Lebensqualität zu verbessern.

Die Untersuchung wurde im Dezember 2010 abgeschlossen. Das Verkehrsberuhigungs- und L√§rmminderungskonzept Stuttgart-Ost einschlie√ülich der darin vorgeschlagenen Ma√ünahmen unter Ber√ľcksichtigung der von der Verwaltung empfohlenen √Ąnderungen wurde vom Ausschuss f√ľr Umwelt und Technik am 25.10.2011 beschlossen (GR-Beschlussantrag pdf).

Das Verkehrsberuhigungs- und Lärmminderungskonzept Stuttgart-Ost empfiehlt folgende Maßnahmen:

Tempo-40-Regelung im gesamten Hauptverkehrsstraßennetz im Stadtbezirk (Ausnahmen Bundesstraßen 10 und 14, Pischekstraße). Für die Pischekstraße konnte damals eine Beschränkung auf 40 km/h nicht empfohlen werden, da dies zu einer Verkehrszunahme auf der bereits hoch belasteten Hohenheimer Straße führen würde.

Die Umsetzung wurde zurückgestellt, da in den Jahren 2010/2011 eine Untersuchung durchgeführt wurde, wie sich Geschwindigkeitsbeschränkungen im gesamten innerörtlichen Hauptverkehrsstraßennetz Stuttgarts auf die Belastung durch Lärm und Luftschadstoffe auswirken. In diesem Gutachten wurde festgestellt, dass es durch Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 40 km/h in allen Hauptverkehrsstraßen innerhalb bebauter Gebiete in Stuttgart zu Verdrängungseffekten in umgebende Bereiche kommen würde. Pauschale Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 40 km/h in allen Vorbehaltsstraßen wurden deshalb nicht weiterverfolgt. Minderungen der Lärm- und Luftschadstoffbelastung wurden jedoch in den Steigungsstrecken der Ausfallstraßen Stuttgarts prognostiziert, weshalb in diesen Straßen nach und nach entsprechende Tempolimits angeordnet werden sollen.

Die Hohenheimer Straße war 2012 die erste Steigungsstrecke, auf der ein Tempolimit von 40 km/h angeordnet wurde (nur bergauf). 2014 folgten in Stuttgart-Ost der Straßenzug Werder-/Schwarenberg-/Planck-/Pischekstraße (Pischekstraße nur bergauf) und Neue Straße/Albert-Schäffle-Straße. Weitere Straßen im Stadtbezirk sollen folgen.

Tempo 30 in der gesamten Neckarstraße und im Zuge der Kuhn- und Steubenstraße im Stadtteil Berg.

Die Kuhn- und Steubenstra√üe wurden 2016 in die angrenzende Tempo-30-Zone eingeschlossen. Eine Entscheidung √ľber die Neckarstra√üe soll gemeinsam mit eventuellen weiteren Geschwindigkeitsbeschr√§nkungen in Stuttgart-Ost fallen.

Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr (über 3,5 t) im gesamten Straßennetz des Stadtbezirks. Der Lieferverkehr ist davon ausgenommen. Das Fahrverbot soll nicht in den Bundesstraßen, Wagenburgtunnel, Planckstraße und Pischekstraße gelten. In der Wagenburg- und Talstraße wird das Durchfahrtsverbot nur für die Nacht empfohlen. Damit wird der Bedeutung des benachbarten Gewerbegebiets Gaisburg Rechnung getragen. Für die Achse Pischekstraße - Planckstraße - Wagenburgtunnel gibt es keine sinnvollen Fahrtalternativen für Lkw ohne andere sensible Bereiche zu belasten, weshalb sie vom Durchfahrtsverbot ausgenommen bleiben soll (Anlage 10 im Verkehrsberuhigungskonzept).

Ein flächendeckendes Lkw-Durchfahrtsverbot hat sich als nicht durchführbar erwiesen. Es soll nun geprüft werden, ob in einzelnen Straßen oder Straßenabschnitten im Stadtbezirk streckenbezogene Lkw-Durchfahrtsverbote, zumindest nachts, angeordnet und damit ähnliche Lärmentlastungen erreicht werden können.

Um die Ziele der Verkehrs- und Lärmminderung zu unterstützen, werden ergänzend Umbaumaßnahmen in 15 Straßen (z.B. Verringerung der Fahrbahnbreiten, Einrichtung von Fahrradstreifen, Neuorganisation des Parkens) sowie verstärkte Geschwindigkeitsüberwachungen empfohlen. Für sieben Straßen hat das Ingenieurbüro Praxl + Partner Gestaltungskonzepte entworfen.

Der Bezirksbeirat Stuttgart-Ost hält Umgestaltungen der Gablenberger Hauptstraße, der Schurwaldstraße und des Bereichs um den Bessarabienplatz/Stuifenstraße für am dringlichsten.


Download:

GR-Beschlussantrag (pdf)

GR-Beschlussantrag Anlage 1 (pdf)

Verkehrsberuhigungs- und Lärmminderungskonzept Stuttgart-Ost (pdf)

Verkehrsberuhigungs- und Lärmminderungskonzept Stuttgart-Ost, Anhang 1 (pdf)

Verkehrsberuhigungs- und Lärmminderungskonzept Stuttgart-Ost, Anhang 2 (pdf)

Verkehrsberuhigungs- und Lärmminderungskonzept Stuttgart-Ost, Anhang 3 (pdf)

Verkehrsberuhigungs- und Lärmminderungskonzept Stuttgart-Ost, Anlagen A0
   bis A39 (pdf, 10 MB!)

Verkehrsberuhigungs- und Lärmminderungskonzept Stuttgart-Ost,
   Gestaltungskonzepte (pdf)


 
 

© Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie