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Windrichtung: S-W, 223.0 °
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(Stand: 12.08.2020, 20:00 Uhr,
 S-Mitte, Amt für Umweltschutz)
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Klimatische Einflussgrößen


Das Klima wird durch die Klimaelemente Lufttempertur, Luftfeuchtigkeit, Wind, Strahlung und Niederschlag bestimmt. Die einzelnen Klimagrößen werden im folgenden näher betrachtet, wobei lufthygienisch relevante Eigenschaften des jeweiligen Elementes im Vordergrund stehen.

Temperatur


Lufttemperatur
Die Lufttemperatur hat unmittelbar Einflu√ü auf die Heizt√§tigkeit und damit auch bestimmte Schadstoffemissionen. Sehr deutlich ist dies am Jahresgang der gemessenen SO2- Konzentration zu sehen, die heute √ľberwiegend durch die Quellengruppe "Kleinfeuerungsanlagen/Hausbrand" bestimmt wird. Neben der Mitteltemperatur f√ľr einen Ort wird h√§ufig u.a. auch eine auf das Heizen bezogene Gr√∂√üe, der sogenannte Heiztag (Tagesmitteltemperatur < 15 ¬įC) angegeben und daraus abgeleitet die Gradtagzahl, die wiederum √ľber die Berechnung des Heizw√§rmebedarfs die Berechnung der durch die Geb√§udeheizungen hervorgerufenen Schadstoffemissionen erm√∂glicht.

Vertikale Temperaturschichtung
Die vertikale Temperaturschichtung der Atmosph√§re hat einen sehr gro√üen Einflu√ü auf die Schadstoffkonzentrationen insgesamt in der Luft, da sie den vertikalen Luftaustausch weitgehend bestimmt. Normalerweise erwartet man durch die in der Atmoph√§re gegebene Druckabnahme mit der H√∂he eine entsprechende Temperaturabnahme (ca. 1 K pro 100 m), nimmt jedoch die Lufttemperatur mit der H√∂he zu, spricht man von einer Inversion. In st√§dtischen Gebieten entstehen meist abgehobene Inversionen, d.h. √ľber einer bodennahen Durchmischungsschicht liegt eine stabile Inversionsschicht. Liegen Schadstoffquellen in der Durchmischungsschicht werden deren Abgase rasch zum Boden vermischt. Dies f√ľhrt, bedingt durch die dar√ľber liegende Inversion, zu hohen Belastungen in der Luft. N√§chtliche (0 Uhr) bodennahe Inversionen bis 200 m haben in Stuttgart eine mittlere j√§hrliche H√§ufigkeit von etwa 70 %, am Tage (12 Uhr) betr√§gt die H√§ufigkeit immerhin noch fast 40 %.
Wind


Die Windverh√§ltnisse haben neben den rein klimatischen Effekten auch eine besonder Bedeutung f√ľr die Ausbreitung von Luftschadstoffen. So bestimmt die Windrichtung die Ausbreitungsrichtung emittierter Luftschadstoffe, w√§hrend die Transportgeschwindigkeit und die Verd√ľnnung der Emissionen von der Windgeschwindigkeit abh√§ngig ist. Werden an einem Standort gleichzeitig Schadstoffkonzentrationen und Windrichtung/-geschwindigkeit ermittelt, k√∂nnen sogenannte Schadstoffwindrosen erstellt werden, die Auskunft √ľber Hauptbelastungsrichtung, Schadstofftransportwege etc. geben. Die nachfolgenden Grafiken zeigen dies beispielhaft f√ľr Stickstoffdioxid an der Messstation Stuttgart-Schwabenzentrum:

Schadstoffwindrose f√ľr NO2

Dosis (rel. Massenstrom) f√ľr NO2

Transportweg f√ľr NO2
Strahlung


Im Zusammenhang mit der Luftbelastung kommt der Strahlung ebenfalls eine wichtige Rolle zu. Sie bestimmt indirekt die Heizt√§tigkeit, sie f√ľhrt durch die Erh√∂hung der Konvektion zum Abbau von den Luftaustausch behindernden Inversionen, und sie ist an der Bildung und Umwandlung von Luftschadstoffen (Ozon und andere Photooxidantien) entscheidend beteiligt.
Niederschlag


Hinsichtlich lufthygienischer Aspekte kommt dem Niederschlag Bedeutung bei der Staubbindung und bei der Auswaschung von Schadstoffen zu.


 
 

© Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie