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Schadwirkungen von Luftverunreinigungen

Stickoxide (NOx)
Stickstoffmonoxid stellt in den Konzentrationen, die normalerweise in der AtmosphÀre auftreten, keine gesundheitliche GefÀhrdung dar. Da es relativ reaktionsfreudig ist, wird es in der AtmosphÀre schnell zu Stickstoffdioxid umgewandelt. Stickstoffdioxid ist ein Reizgas das die menschliche Gesundheit nachhaltig schÀdigen kann. Wegen seiner geringen Wasserlöslichkeit wird das Stickstoffdioxid bis tief in die Lunge transportiert. Dadurch ist die gesundheitliche Empfindlichkeit bei mit Atemwegserkrankungen vorgeschÀdigten Menschen sowie bei Kindern und Jugendlichen erhöht. Infolge der sauren Reaktion von Stickstoffdioxid mit Wasser können die SchleimhÀute der Atemwege angegriffen werden. Langfristig können die Lungenfunktion und bei Kindern das Lungenwachstums beeintrÀchtigt werden sowie infektionsbedingte Symptome von Atemwegserkrankungen wie Husten oder Bronchitis auftreten.
Es gibt eine Vielzahl von Pflanzen, die gegenĂŒber Stickstoffdioxid empfindlich reagieren. Bereits geringe Stickstoffdioxidkonzentrationen können biochemische VorgĂ€nge beeinflussen und zu einer Minderung des Blattwachstums und zu Ertragsverlusten fĂŒhren. Stickstoffdioxid trĂ€gt durch die Reaktion zu SalpetersĂ€ure zur Versauerung von Böden und GewĂ€ssern bei.

Ozon (O3)
Ozon ist ein giftiges und chemisch sehr reaktives Gas. An heißen Tagen mit hoher Sonneneinstrahlung werden beim sogenannten „Sommersmog“ hohe Ozon-Konzentrationen erreicht, die zur Reizung der Atemwege, zu Husten, Kopfschmerz und Atembeschwerden, zur Verschlechterung der Lungenfunktion und zu TrĂ€nenreiz fĂŒhren können. Aufgrund der geringen Wasserlöslichkeit wird nur wenig Ozon durch die Bronchialschleimhaut aufgenommen, so dass Ozon bis tief in die Lunge strömt und dort Funktionsstörungen verursachen kann. Durch die starke Oxidationswirkung des Ozon kann das Lungengewebe angegriffen werden

Schwefeldioxid (SO2)
Schwefeldioxid ist ein Reizgas. Da die individuelle Empfindlichkeit der Atemwege sehr unterschiedlich ist, kann die Reizung der Atemwege durch Schwefeldioxid insbesondere bei Asthmatikern problematisch sein. Bei Pflanzen verursacht Schwefeldioxid Gewebezerfall durch Chlorophyllabbau. Ein Teil des Schwefeldioxids oxidiert in der AtmosphÀre zu SchwefelsÀure; es bilden sich saure Schwebeteilchen (saurer Regen), die zur Versauerung von Böden und GewÀssern beitragen.

Kohlenstoffmonoxid (CO)
Kohlenmonoxid ist ein Atemgift mit Wirkung auf Blut und Zellen das vom HÀmoglobin (roter Blutfarbstoff) sehr viel besser gebunden wird als Sauerstoff. Dadurch kann der Sauerstofftransport im Blut behindern werden, wodurch die Funktionen des Zentralnerven- und Herzkreislaufsystems beeintrÀchtigt werden können. Bei erhöhter atmosphÀrischer Kohlenmonoxidkonzentration kann die Herzfunktion beeintrÀchtigt und die Aufmerksamkeitsleistung verringert werden.

Partikelförmige Luftverunreinigungen (Feinstaub PM10, Feinststaub PM2.5 und Rußpartikel)
Die gesundheitliche Relevanz von partikelförmigen Luftverunreinigungen hĂ€ngt von verschiedenen Faktoren ab. Neben der Konzentration der Partikel in der Luft spielen die Expositionsdauer, die PartikelgrĂ¶ĂŸe und damit ihre Eindringtiefe in den Organismus, die chemische Zusammensetzung und die Beladung der OberflĂ€che der Partikel mit chemischen Substanzen eine entscheidende Rolle. Deshalb gibt es fĂŒr partikelförmige Luftverunreinigungen keine untere Belastungsgrenze unterhalb derer eine generelle gesundheitliche Unbedenklichkeit angenommen werden kann. Feinstaubpartikel (PM10) werden mit der Atemluft bis in die Bronchien und Bronchiolen transportiert. Feinststaubpartikel (PM2.5) können bis in die LungenblĂ€schen vordringen. Sehr feine Partikel (PM0.1), hierzu zĂ€hlt der besonders toxische Dieselruß, können ĂŒber die LungenblĂ€schen in die Blutbahn ĂŒbertreten und ihre schĂ€digende Wirkung im Blut oder in anderen Organen (Leber, Herz, Gehirn) entfalten. Eine aktuelle Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO (2012) belegt zudem, dass Ruß krebserregend ist. Zu den gesundheitlichen Wirkungen von kurzzeitig erhöhten Feinstaubbelastungen zĂ€hlen erhöhte Krankenhausaufnahmen und Arztbesuche wegen Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen. Epidemiologische Studien zeigen außerdem einen Anstieg der Sterblichkeit in Folge von Herz-Kreislauferkrankungen und Lungenkrebs bei langanhaltenden hohen Feinstaubbelastungen. Des Weiteren können erhöhte Feinstaubbelastungen die Empfindlichkeit von Allergikern gegenĂŒber Pollen erhöhen, was bedeuten wĂŒrde, dass die SensitivitĂ€t gegenĂŒber Pollenallergenen in den StĂ€dten verstĂ€rkt ist.

Benzol (C6H6)
BenzoldĂ€mpfe sind beim Einatmen giftig. Eine Benzolkonzentration von 2 % in der Atemluft verursacht bereits nach 5 - 10 Minuten den Eintritt des Todes. Eine Exposition bei geringen Konzentrationen ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum fĂŒhrt zu SchĂ€digungen der inneren Organe und des Knochenmarks, wo Benzol eine krebserregende Wirkung entfaltet.

Insbesondere durch die EinfĂŒhrung der Gaspendelung beim betanken von Fahrzeugen (frĂŒher eine Hauptquelle fĂŒr die atmosphĂ€rische Benzolbelastung) ist die Benzolkonzentration in Stuttgart seit einigen Jahren auf sehr niedrigen Niveau deutlich unterhalb der geltenden gesetzlichen Grenzwerte.


 
 

© Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie