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7. Luftbelastungsindex

Zur Erfassung der Immissionssituation, d. h. der Schadstoffkonzentration in der Atemluft, hat das Land Baden-W√ľrttemberg zwischen 1985 und 1988 in Stuttgart und den umliegenden Gemeinden mobile Immissionsmessungen durchgef√ľhrt (MINIS- TERIUM F√úR UMWELT, 1989). In der Regel erfolgen diese mobilen Messungen w√§hrend eines ganzen Jahres, wobei u.a. insbesondere Stickstoffdioxid (NO2), Kohlenmonoxid (CO), Schwefeldioxid (SO2) und Staubniederschlag erfasst wird.

Die Messung der gasförmigen Luftschadstoffe erfolgte nach einem vorher fest- gelegten Plan in der Form von Halbstundenmittelwerten. Der Messplan war so ausgelegt, dass jeder Messpunkt zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten angefahren wurde. Dadurch konnte eine gleichmäßige zeitliche Verteilung der Stichproben innerhalb des gesamten Messzeitraumes erreicht werden.

Jeder Punkt wurde mindestens 26 mal im Laufe der Messperiode angefahren. Diese Messh√§ufigkeit wird von der TA LUFT (1986) f√ľr einj√§hrige Messprogramme gefor- dert.

Der Staubniederschlag wurde an den Messpunkten erfasst, indem dort Sammelge- fäße aufgestellt und die angesammelte Staubmenge monatlich ausgewogen wurde. Auf diese Weise ergeben sich 12 Monatswerte pro Messpunkt.

Zur Beurteilung der Immission innerhalb des Messgebietes werden quadratische Teilflächen von 1 km² Größe gebildet. Die Eckpunkte dieser Quadrate sind mit je einem Messpunkt besetzt. Ein Messpunkt kann auf diese Weise in maximal vier Beurteilungsflächen enthalten sein.

Bildet man aus allen Messwerten einer Komponente einer solchen Beurteilungsfläche den arithmetischen Mittelwert, so erhält man die Kenngröße I1.

Die Kenngröße I2 ist der 98%-Wert aller Daten einer Beurteilungsfläche. Anschaulich bedeutet dies, dass 98% aller Messwerte kleiner als der angegebene Wert sind, wenn alle Messwerte der Größe ihres Zahlenwertes nach geordnet sind (Summen- häufigkeit). Der I2-Wert des Staubniederschlages ist je Fläche der höchste ermittelte Monatswert.

Die Kenngrößen sind zur Beurteilung mit den Immissionswerten IW1 und IW2 nach der TA Luft zu vergleichen (vgl. Tab. 7.1)

  IW1
 
IW2
 
 CO 10 30
 NO2 0,080 0,200
 SO2 0,140 0,400
 Staubniederschlag 0,350 0,650

Tab. 7.1: Immissionswerte nach TA Luft (mg/m³; Staubniederschlag in g/m²d)

In Erg√§nzung zur Betrachtung einzelner Schadstoffkomponenten ist es sinnvoll, √ľber einen Luftbelastungsindex (BAUM√úLLER, 1988) eine Beurteilung der Gesamtluft- belastung durchzuf√ľhren. Der mittlere Luftbelastungsindex ist dabei definiert als Summe der Verh√§ltniszahlen aus Jahresmittelwert und Immissionswert IW1 der TA Luft f√ľr die Komponenten CO, NO2, SO2 und Staub-niederschlag. Der Kurzzeit- Luftbelastungsindex wird in gleicher Weise unter Verwendung der Immissionswerte IW2 berechnet.

Die Bewertung der Gesamtluftbelastung erfolgt abgestuft zwischen gering und deut- lich belastet.

In den Karten VII und VIII ist der mittlere und Kurzzeit-Luftbelastungsindex auf der Basis der Immissionskatastererhebungen des Landes Baden-W√ľrttemberg im Quadratkilometerraster dargestellt.

Dieser Luftbelastungsindex wurde in einer 3-stufigen Einteilung auch in die Klima- analyse-Karten (Karten XIII) √ľbernommen.


 
 

© Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie