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Meteorologische Jahresberichte Stuttgart Hohenheim



Klima- und Wetterstation Stuttgart Hohenheim

Die Witterung im Jahr 1998


Meteorologischer Jahresbericht f├╝r Stuttgart Hohenheim
herausgegeben vom Institut f├╝r Physik 120, Universit├Ąt Hohenheim, Garbenstr. 30, 70599 Stuttgart/Tel.:0711/459-2797 Nr. 13 Jg. 121; Ingeborg Henning-M├╝ller.

 

Das Jahr 1998 war im Vergleich zum langj├Ąhrigen Mittel um 1.2 Grad zu warm, reicher an Niederschlag (105%) und nicht so sonnig (98%).

 

(Die folgenden Vergleiche mit dem langj├Ąhrigen Mittel beziehen sich auf den Zeitraum 1961-90)!

 

Der Winter 1997/98 war der drittw├Ąrmste in Hohenheim seit 1878. Er fiel, au├čer einer kalten Periode (21.01.-7.02.98) um 2.8┬░C zu mild aus. Im Februar wurde sogar der absolute Rekord der Maximum-Temperatur erreicht : 20.5oC (21.02.98). Es gab nur 44 statt 58.1 Frosttage und 9 statt 19.3 Eistage. Der Niederschlag, ├╝berdurchschnittlich im Dez.97 und Jan.98, sehr knapp im Febr. 98, erreichte 101% der Norm, davon fiel 1/3 als Schnee oder Schneeregen. An 11 statt 34 Tagen lag eine teils durchbrochene Schneedecke, die am 22.12.97 eine H├Âhe von 4 cm betrug. Die Sonnenscheindauer erreichte 125 % des langj├Ąhr. Mittels . Dazu trug vor allem der sonnige Februar und Januar bei. Die milde Witterung Ende Dez.97 und Anfang Jan.98 verfr├╝hte die Haselbl├╝te um 50 Tage. Die folgende kalte Periode reduzierte den Vorsprung bei Vorfr├╝hlingsbl├╝hern wie Schneegl├Âckchen, Forsythien, Huflattich um rund 2 Wochen.

 

Das Fr├╝hjahr 1998 zeigte sich sehr mild (Abw: +1.8oC) , insgesamt trockener (84% der Norm) und sonniger (109%) als sonst. Beachtenswert waren die vielen Gewittertage (11 statt 8) und ein sehr fr├╝her und kr├Ąftiger Hagelfall am 27.04.98, mit Durchmessern von 1-2 cm. Die Anzahl der Frosttage war geringer als erwartet, die der Sommertage doppelt so hoch. Die Vegetation wurde durch ein paar kalte M├Ąrz-Abschnitte gebremst. S├╝dliche Zierh├Âlzer (Magnolien) erlitten im Hohenheimer Botanischen Garten Frostsch├Ąden, dagegen hielten sich die Hagelsch├Ąden vom April bei der Obstbl├╝te in Grenzen. Der Mai machte Mitte des Monats seinem Namen Ehre : eine langanhaltende warm-sonnige Periode erlaubte einen fr├╝hen Silage- und Heuschnitt, daf├╝r verursachte die Trockenheit Wassermangel bei manchen Pflanzen.

 

Der Sommer 1998, von starken Temperaturschwankungen gepr├Ągt, war insgesamt um 1.1┬░C zu warm, was sich in den 31 statt 25.4 Sommertagen und sogar 11 statt 3.8 hei├čen Tagen zeigte. Er war zu trocken (79% der Norm) und tr├╝ber (91%) als ├╝blich. Der Juni war in der 1. und 3. Dekade ungew├Âhnlich hei├č, begleitet von Gewittern und Hagel (2,26,27.06.). Der Juli war au├čer einer kurzen hei├čen Periode um den 20.07. k├╝hl und sehr tr├╝b. Es wurde ein Rekord-Minimum der Sonnenscheindauer registriert : 100 Stunden weniger als sonst. Der August hingegen verw├Âhnte uns mit 2 ersten sehr warmen, sonnigen und trockenen Dekaden. Die Vegetation, anfangs noch um 2 Wochen in der Entwicklung voraus , wurde Mitte Juni von k├╝hlerem Wetter gebremst. Sonnenliebende Pflanzen, wie Sonnenblumen und Mais, wurden durch die tr├╝be Witterung im Juli benachteiligt. Winterraps wurde am 19.07., Winterroggen, Winterweizen und Hafer zeitgerecht vom 5-16.08.98 geerntet.

 

Der Herbst 1998 war um 0.5┬░C zu k├╝hl, bedingt vor allem durch den sehr kalten November, als sich auch eine d├╝nne Schneedecke bildete und 9 Tage (20-28.11.98) liegen blieb. So wurden nur 2 Sommertage, aber 15 Frosttage und 7 statt 1.6 Eistage beobachtet. Ungew├Âhnlich war der hohe Niederschlag (187 % der Norm), der vor allem dem nasstr├╝ben Oktober zu verdanken war. Vom 28-30.10. wurden dadurch ├ťberschwemmungen im Schwarzwald, an Rhein, Mosel, Neckar und Main ausgel├Âst. Zus├Ątzlich war die Sonnenscheindauer sehr gering (65 % des Solls). Mitte Sept. gab es eine reiche Apfelernte und in den ersten Oktobertagen begann die Weinlese. Ende Sept.-Anfang Oktober wurde das Wintergetreide bestellt. Ab 5.10. begann die Blattverf├Ąrbung der B├Ąume. St├╝rmisch, verregnetes Wetter Ende Oktober leitete den Blattfall (Ro├čkastanie) ein. Wegen Unbefahrbarkeit der B├Âden wurde der Silo-Mais und die Beta-R├╝ben erst im November geerntet.

 

Der Dezember 1998 startete mit einem fr├╝hwinterlichen K├Ąlteeinbruch : vom 5-12.12. lag eine bis zu 25 cm hohe Schneedecke(8.12.) . Dadurch gab es vom 7-9.12. Verkehrschaos im S├╝den Deutschlands. Danach erw├Ąrmte es sich erheblich, soda├č wir einen um 0.8┬░C zu milden Dezember verzeichnen konnten. Die Folge waren gr├╝ne Weihnachten und Sylvester. Der Niederschlag war normal, die Sonne verw├Âhnte uns dagegen mit 129 % der Norm.
Die Jahresschwankung betrug 46.1┬░C, das ist die Differenz zwischen dem absoluten Maximum von 35.2┬░C (12.08.98) und dem absoluten Minimum von -10.9┬░C am 9.12.98. Es wurden nur 75 Frosttage statt 87 und 21 statt 22.1 Eistage beobachtet. ├ťberdurchschnittlich waren dagegen 37 Sommertage statt 31.3 und sogar 11 statt 4.1 hei├če Tage . Die Sonnenscheindauer betrug nur 98 % der Norm, wobei der Mai der sonnigste und November der tr├╝bste Monat war. Der Niederschlag erreichte 105 % des langj├Ąhrigen Mittels. Der niederschlagreichste Monat war der Oktober, der zweitnasseste seit 1878, gefolgt vom Juni. Der trockenste Monat war der Februar 1997. Die h├Âchste Tagessumme wurde am 28.10.98 mit 56.6 l/m2 gemessen - ein absoluter Tagesrekord f├╝r Oktober in Hohenheim. Es gab insgesamt 27 Gewittertage, 4 Hageltage (27.April, 2.,26.,27. Juni) , 25 Tage mit Schneedecke ├╝ber 1 cm H├Âhe um 7 Uhr fr├╝h. Die frostfreie Periode betrug 201 Tage und war somit um 11 Tage l├Ąnger als sonst.


Jahreswerte 1998 der Klimaelemente in Stuttgart-Stadtmitte (250 m) und Stuttgart-Hohenheim (420 m)

 

Klimaelement Stuttgart-Stadtmitte Stuttgart-Hohenheim
Mitteltemperatur (┬░C) 11.4 10.0
H├Âchsttemperatur (┬░C) 36.6 (11.8.) 35.2 (12.8.)
Tiefsttemperatur (┬░C) -9.6 (1.2.) -10.9 (9.12)
Eistage (Tage) 8 21
Frosttage (Tage) 51 75
Frostfrei Periode (Tage) - 201
Heiztage (Tage) 240 -
Sommertage (Tage) 51 37
Hei├če Tage (Tage) 19 11
Regentage (Tage) - 196
Hageltage - 4
Tage mit Schneedecke - 25
Nebeltage - 25
Gewittertage (Tage) - 27
Niederschlagsmenge (mm) - 731
Sonnenh├Âchststand (Grad) 66 (Juni) 66 (Juni)
M├Âglicher Sonnenschein (h) - 4402
Sonnenscheindauer (h) - 1684
Globalstrahlung (W/m┬▓) 109 115
Windgeschwindigkeit (m/s) 2.5 (in 30 m H├Âhe) -

-  keine Angaben
Angaben: Meteorologischer Jahresbericht f├╝r Stuttgart-Hohenheim 1998 vom Institut f├╝r Physik und Meteorologie (IPM) der Universit├Ąt Hohenheim, und Jahresauswertung der Station Stuttgart-Mitte (Schwabenzentrum) durch das Amt f├╝r Umweltschutz, Abteilung Stadtklimatologie.

Definitionen der Klimaelemente


Jahresmittelwerte (MW) und Kurzzeitbelastungswerte (98-Perzentil=MKW) der Messstationen in der Region Stuttgart f├╝r das Jahr 1998 im Vergleich zu Zielwerten

 

Station

SO2 NO2 NO CO Ozon Schwebstaub
. in ┬Ág/m┬│ in ┬Ág/m┬│ in ┬Ág/m┬│ in mg/m┬│ in ┬Ág/m┬│ in ┬Ág/m┬│
. MW MKW MW MKW MW MKW MW MKW MW MKW MW MKW
S-Zuffenhausen 8 31 48 106 53 316 0.8 3.7 38 137 16 54
S-Mitte 7 27 46 115 34 247 0.5 2.7 41 137 18 55
S-Hafen 8 24 42 99 40 220 0.5 2.0 36 141 20 52
S-Zentrum 12 41 36 91 39 229 1.0 2.2 28 67 22 61
S-Bad Cannstatt 7 27 44 95 28 172 0.5 1.9 39 143 23 72
Zielwert 1 140 400 80 200 -- -- 10.0 30.0 50 180 150 300
Zielwert 2 50 120 50 135 -- -- 3.0 10.0 40 120 50 100
Zielwert 3 15 50 30 75 -- -- 1.0 3.0 30 100 30 75
Zielwert 4 5 30 20 50 -- -- 0.5 1.0 30 70 20 50
Ludwigsburg 9 33 40 104 23 158 0.4 1.6 42 141 21 58
Waiblingen 9 38 38 89 22 163 0.4 1.6 43 147 22 58
Esslingen 9 30 45 104 56 317 0.6 2.5 29 113 22 62
B├Âblingen 9 38 33 95 24 217 0.5 2.0 50 152 20 57
Bernhausen 8 36 40 107 36 265 0.6 2.9 44 143 22 62
Plochingen 8 22 42 95 53 286 0.6 1.9 28 120 21 56
G├Âppingen 7 23 33 89 24 187 0.5 2.2 39 135 20 56
Welzheim Wald 4 14 14 53 2 8 - - 62 151 - -
Datengrundlage: UMEG Monats- und Jahresberichte

 

Zielwerte der Landeshauptstadt Stuttgart:
Zielwert 1: Fl├Ąchenhafte Einhaltung bis 1994 angestrebt
Zielwert 2: Fl├Ąchenhafte Einhaltung bis 1997 angestrebt
Zielwert 3: Fl├Ąchenhafte Einhaltung bis 2000 angestrebt
Zielwert 4: keine Zeitvorgabe

 

Quelle: UMEG

 

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